Traeger Ironwood 885 im Test

Traeger Ironwood 885 im Test
Traeger Ironwood 885 im Test

Mein Testbericht vom Traeger Ironwood 885

Traeger Ironwood 885 im Test
Traeger Ironwood 885 im Test

Seit einiger Zeit habe ich den Traeger Ironwood 885 in meiner Grillhütte stehen und hatte nun Zeit diesen ausgiebig zu testen. Der Traeger Ironwood 885 ist ein Pelletgrill (nein, es ist kein Pelletsmoker) der neusten Generation mit vielen kleinen aber feinen Extras.

Der Zusammenbau ging relativ unspektakulär von statten und alles benötigte Werkzeug befand sich im Lieferumfang. Für mich selbst ist es der erste Grill, den ich komplett mit einer App steuern kann. Die App selbst bekommt Ihr kostenlos im Apple App Store oder im Google Play Store. Einfach nach Traeger suchen und installieren.

Die erste Inbetriebnahme des Traeger Ironwood 885

Firmwareupdate Traeger Ironwood 885
Firmwareupdate Traeger Ironwood 885

Beim ersten Start habe ich den Traeger Pelletgrill erst einmal mit meinem heimischen WLAN verbunden. Solltet Ihr kein WLAN zur Verfügung haben einfach einen Hotspot mit dem Smartphone öffnen und den Ironwood dort mit dem Internet verbinden. Nachdem der Pelletgrill mit dem Internet verbunden ist hat er bei mir gleich ein Firmwareupdate gestartet. Dies sehe ich sehr positiv, da es mir zeigt das der Hersteller nicht einfach ein Gerät produziert und es sich dann selbst überlässt sondern es auch weiterhin von der Software verbessert und die Kunden bei Bugs nicht im Regen stehen lässt. Wenn Fernsehhersteller auch nur so handeln würden 😉

Die Dauer des einspielens des Firmawareupdates ist abhängig von der Internetgeschwindigkeit des vorhandenen WLANs. Bei mir dauerte das ganze ca. drei Minuten.

Nach dem Einspielen der neuesten Version war der Traeger Ironwood 885 auch gleich betriebsbereit. Auch die App war gleich installiert, ein Account bei Traeger erstellt und konnte beim ersten Aufruf gleich mit dem Grill verbunden werden. Ich hatte zuvor einige Forenbeiträge gelesen das die Verbindung zwischen Smartphone und Grill nicht funktionieren würde. Dies konnte ich hier aber nicht nachvollziehen. Abhilfe soll hier geleistet werden wenn man die App nochmals installiert. Aber wie gesagt, hier klappte die Verbindung gleich beim ersten mal. Praktisch ist es auch das wenn der Grill einmal mit dem WLAN verbunden ist ich sämtliche Daten und Steuerungen dann auch ausserhalb des heimischen Netzes ablesen und steuern kann.

Steuerung des Traeger Ironwood 885 mit der App

Appsteuerung des Traeger Ironwood 885
Appsteuerung des Traeger Ironwood 885

Mit der App kann ich alle Funktionen des Traeger Ironwood 885 kontrollieren und einstellen.

Fangen wir links oben an. Dort sehe ich die aktuelle Temperatur im Inneren des Grills sowie die Voreinstellung der Temperatur, die ich erreichen will. Temperatureinstellungen gehen dann einfach über einen kurzen Tap auf das Fenster. Die angezeigten Werte stimmen auch mit der Realität überein, aber dazu komme ich später noch.

Rechts oben sehe ich die aktuelle Temperatur des Fühlers für das Grillgut. Auch hier kann ich mit einem Tap auf das Fenster eine Zieltemperatur eingeben.

Links in der Mitte kann ich dann einen Timer einstellen. Dieses nutze ich zum Beispiel für 3-2-1 Ribs, da diese ja über feste Zeiten gegrillt werden.

Rechts in der Mitte sieht man den aktuellen Stand des Pelletbehälters. Vom Grill wird man gewarnt wenn die Pellets zur Neige gehen und bei 25% erreicht einen dann eine Pushnachricht auf dem Smartphone.

Links unten seht ihr dann die Funktion „Super Smoke“. Durch das aktivieren erzeugt der Grill etwas mehr Rauch. Diese Funktion funktioniert aber nur bis zu einer Temperatureinstellung von maximal 105 Grad. Das ist Ideal für den Beginn bei einem Pulled Pork oder auch bei Ribs.

Mit der mittleren Einstellung unten kann ich den Grill auf Warmhaltefunktion schalten. Dann wird die Innentemperatur auf 74 Grad eingestellt. Das ist praktisch wenn man mal wieder auf Gäste warten muss.

Zum Schluss habe ich rechts unten noch den Tap zum Ausschalten des Grills. Ein Pelletgrill muss wie ein Computer heruntergefahren werden. Dies hängt damit zusammen das die Glut in der Brennkammer nicht über die Spindel in den Vorratsbehälter wandern kann. Also bitte den Grill nie vom Strom nehmen bevor dieser ordnungsgemäß runter gefahren wurde.

Interessant ist es auch das sich die aktuellen Temperaturen auch auf der AppleWatch ablesen lassen.

Genauigkeit der Temperatursensoren

Temperaturtest Traeger Ironwood 885
Temperaturtest Traeger Ironwood 885

Neugierig war ich wie genau eigentlich die Temperatursensoren des Traeger Ironwood 885 sind. Als Referenzthermometer habe ich den Inkbird IBBQ-4T genommen, da dieser mir immer sehr genaue Werte abliefert. Getestet habe ich hier den Temperaturfühler für das Grillgut im Verlauf mit einem Pulled Pork, den Innenraumfühler im Bereich 100 Grad beim Smoken und bei 200 Grad beim grillen. Die größte Abweichung hier betrug 1 Grad Celsius. Da habe ich schon andere Grills gesehen, welche die Temperaturen mehr geschätzt haben wie gemessen.

Der Temperaturfühler für das Grillgut bekommt bei 100 Grad einen Overload und ist nicht dafür geeignet die Innentemperatur des Grills zu messen.

Pelletverbrauch im Grilltest

Pellets sind ein Varbrauchsmaterial und können natürlich auch den Geldbeutel dementsprechend belasten. Bitte nutzt keine Pellets, welche man auch für die Heizung verwendet. Diese sind mit Bindemitteln versetzt und nicht für Lebensmittel geeignet. Ich habe die original Traeger Pellets verwendet und alles lief problemlos. Bei Fremdherstellern kann es passieren das die Pellets zu groß sind und die Förderung vom Vorratsbehälter in die Brennkammer blockieren. Das hat zur Folge das der Grill ausgeht und gerade wenn man einen LongJob über Nacht auf dem Grill hat ist es verdammt ärgerlich wenn der Grill mitten in der Nacht den Betrieb einstellt.

Den eigentlichen Pelletverbrauch des Traeger Ironwood 885 muss man dann in Relation zur Grillfläche sehen. Sollte man 1KG Pulled Pork machen funktioniert der Grill auch hierfür einwandfrei. Der Pelletverbrauch steht dann aber in keiner Relation. Durch die Riesenfläche ist der Ironwood 885 besonders für große Mengen geeignet.

Wie sehr Traeger aufs Detail achtet finde ich z.B. an der kleinen Beleuchtung in der Vorratskammer. Das ist besonders nachts praktisch um den Füllstand zu kontrollieren.

Reinigung des Ironwood 885

Die benötigten Reinigungsintervalle werden einem auf dem Display des Grills oder auch per Pushnachricht auf dem Smartphone angezeigt. Die Grillroste reinige ich eigentlich genauso wie alle anderen Grillroste auch. Die Abdeckung des Brennraums wird einfach mit einer neuen Alufolie überzogen, welche es im Zubehörhandel gibt. Wer da etwas sparen will kann die original Folie auch ein paar mal mit einer normalen Alufolie überziehen. Die Brennkammer selbst einfach mit einem alten Staubsauger aussaugen. Aber aufpassen das sich dort keine Glut mehr befindet und der Grill komplett ausgekühlt ist.

Mein Fazit zum Traeger Ironwood 885

Mit dem Ironwood 885 hat Traeger einen großartigen Grill entwickelt, welcher flexibel einsetzbar ist. Aufgrund seiner Größe und dem dazugehörigen Verbrauch sollte er hauptsächlich für größere Jobs verwendet werden. Dafür ist er perfekt. Für kleinere Grillsessions eignet sich wohl eher der kleine Bruder, der Ironwood 650.

Aber alle Funktionen sind gut durchdacht und erleichtern einem das Grillen enorm. Ich werde in Zukunft bestimmt noch viel Spass damit haben.

 

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