McRib selber machen: Grill-Rezept für den Kultburger

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McRib selber grillen: Das Rezept für den Kultburger


Mal ehrlich: Über kaum einen Burger wurde so viel gestritten wie über den McRib. Die einen lieben das rauchig-süße Patty in Rippchenform, die anderen verstehen den Hype nicht. Jetzt verschwindet der klassische McRib bei McDonald’s Deutschland aus dem festen Sortiment, und genau das hat mich gepackt: Das kann ich auch, und ich zeige euch, wie ihr ihn euch selbst auf den Grill holt.

McRib selber machen
McRib selber machen

Eine kleine Überraschung vorweg: Der McRib hat nie Knochen enthalten. Das Patty besteht aus Schweinefleisch und wird nur in Rippchenform gepresst. Genau diese Form bauen wir heute nach, mit saftigem Hack, deutlich sichtbaren Rillen und einer rauchigen BBQ-Sauce, die ich in wenigen Minuten selbst koche.

Das Wichtigste in KürzeHack mit 20 % Fett, Patties formen, Rillen eindrücken und 30 Minuten ins Gefrierfach legen. Dann direkt über mittlerer Hitze grillen, mit selbstgekochter BBQ-Sauce glasieren und im langen Weizenbrötchen mit Gurken und Zwiebeln servieren.

McRib vom Grill

Saftige Schweine-Patties in Rippchenform mit rauchiger BBQ-Sauce, Gewürzgurken und Zwiebeln im langen Weizenbrötchen.

  • 4 BurgerPortionen
  • 25 Min.Vorbereitung
  • 30 Min.Gefrierfach
  • ca. 15 Min.Grillen
  • ca. 1 Std. 10 Min.Gesamtzeit

Patties

  • 600 g Schweinehack mit ca. 20 % Fett
  • 1 TL Salz
  • ½ TL schwarzer Pfeffer
  • 1 TL Paprikapulver edelsüß
  • ½ TL Knoblauchpulver
  • ½ TL Zwiebelpulver
  • 1 Prise Zucker

BBQ-Sauce

  • 150 ml Ketchup
  • 50 ml Wasser
  • 2 EL Apfelessig
  • 2 EL brauner Zucker
  • 1 EL Senf
  • 1 TL Zwiebelpulver
  • 1 TL Knoblauchpulver
  • 1 TL geräuchertes Paprikapulver

Zum Servieren

  • 4 lange Weizenbrötchen (Hot-Dog- oder Sub-Brötchen, ca. 18–20 cm)
  • Gewürzgurkenscheiben, dünn geschnitten
  • 1 weiße Zwiebel, fein gewürfelt

Sweet-Heat-Variante

  • 3 EL Sweet-Chili-Sauce
  • 1 Prise Chiliflocken

Zubehör

  • Holzkohle- oder Gasgrill
  • Backpapier oder Frischhaltefolie
  • Fleischthermometer
  • Grillpinsel und kleiner Topf
  • Öl für den Rost

Das Fleisch: Auf den Fettanteil kommt es an

Das Herzstück ist das Hack. Ich nehme Schweinehack mit etwa 20 % Fett, am liebsten frisch gewolft vom Metzger, etwa aus Schweinenacken. Das Fett hält das Patty auf dem Grill saftig und trägt den Rauchgeschmack. Mageres Hack wird schnell trocken und trägt die Rillen schlechter.

Tipp zum Hack Verarbeitet das Hack kalt und knetet es nur kurz mit den Gewürzen. Zu langes Kneten macht die Patties zäh und fest.

Zubereitung Schritt für Schritt

  1. Hack würzen: Das Schweinehack in eine Schüssel geben, mit Salz, Pfeffer, Paprika, Knoblauch- und Zwiebelpulver sowie einer Prise Zucker bestreuen und kurz mit den Händen durchkneten, bis sich die Gewürze verteilt haben.
  2. Patties formen: Das Hack in vier gleich große Portionen (je ca. 150 g) teilen. Jede Portion auf Backpapier zu einem länglichen Oval von etwa 16 × 7 cm und ca. 1,5 cm Dicke drücken, damit sie in die langen Brötchen passen.
  3. Rillen eindrücken: Mit dem Rücken eines stumpfen Messers vier bis fünf Querrillen in jedes Patty drücken. Das gibt den typischen Rippchenlook.
  4. Anfrieren: Die Patties auf dem Backpapier 30 Minuten ins Gefrierfach legen. So werden sie fest, und die Rillen bleiben auf dem Grill erhalten.
  5. Sauce kochen: Während die Patties frieren, Ketchup, Wasser, Essig, Zucker, Senf, Zwiebel- und Knoblauchpulver sowie den Flüssigrauch in einen kleinen Topf geben. Etwa 10 Minuten bei niedriger Hitze köcheln lassen, bis die Sauce dicklich wird. Zwischendurch umrühren.
  6. Sauce aufteilen: Die Sauce in zwei Schälchen füllen: eine Portion zum Glasieren, eine zum Servieren (warum, steht in der Warnung unten). Für die Sweet-Heat-Variante rührt ihr Sweet-Chili-Sauce und Chiliflocken in einen Teil der Servierportion.
  7. Grill vorbereiten: Den Grill auf mittlere direkte Hitze (ca. 200 °C) bringen. Beim Holzkohlegrill die Kohle auf einer Seite sammeln, damit es eine direkte und eine indirekte Zone gibt. Den Rost sauber bürsten und gut einölen.
  8. Grillen: Die Patties auf den Rost legen und 4 bis 5 Minuten grillen. Dann einmal vorsichtig wenden und weitere 4 bis 5 Minuten grillen. Nicht flachdrücken, sonst läuft der Saft heraus und die Rillen verschwinden.
  9. Glasieren: In den letzten 2 Minuten die Patties mit der Glasur-Sauce bestreichen, ein- bis zweimal. Die Kerntemperatur muss mindestens 70 °C erreichen.
  10. Brötchen rösten: Die Brötchen aufschneiden und 1 bis 2 Minuten mit der Schnittfläche nach unten auf der indirekten Seite anrösten.
  11. Zusammenbauen: Unteres Brötchen mit etwas Sauce bestreichen, Patty drauflegen, mit Servier-Sauce beträufeln, Gurkenscheiben und Zwiebelwürfel darauf verteilen, Deckel drauf. Sofort essen.

Wichtig: Sauce trennen und Kerntemperatur prüfenDer Pinsel, mit dem ihr die Patties glasiert, hat rohes Fleisch berührt. Nehmt deshalb nur die Glasur-Portion dafür und serviert die andere Portion getrennt. Schweinehack gehört nicht rosa auf den Teller: Messt mit dem Fleischthermometer, bis im Kern mindestens 70 °C erreicht sind.

Das richtige Brötchen

Der McRib steht und fällt mit dem Brötchen. Ihr braucht ein längliches, weiches Weizenbrötchen ohne dicke Kruste und ohne Körner. Hot-Dog- und Sub-Brötchen aus dem Supermarkt eignen sich gut. Beim Bäcker fragt ihr nach länglichen Weizen- oder Milchbrötchen in etwa 18–20 cm Länge. Zur Not gehen auch kleine Baguettes, die ihr auf Pattylänge zuschneidet und leicht aushöhlt.

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Weitere Informationen

Varianten

Sweet Heat

Rührt 3 EL Sweet-Chili-Sauce und eine Prise Chiliflocken in einen Teil der Servier-Sauce. Das gibt eine süß-scharfe Note und passt gut zu den Gurken.

Echte Rauchnote

Statt Flüssigrauch könnt ihr beim Holzkohlegrill eine Handvoll Hickory-Räucherchips auf die Glut geben und den Deckel schließen. Dann nehmt ihr für die Sauce nur geräuchertes Paprikapulver.

Gut vorzubereitenDie Patties lassen sich geformt und luftdicht verpackt bis zu einem Monat einfrieren. Die Sauce hält sich in einem sauberen Glas im Kühlschrank etwa eine Woche.

Häufige Fragen

Kann ich den McRib auch ohne Gefrierfach machen?

Ja. Legt die Patties dann mindestens eine Stunde in den Kühlschrank. Die Rillen halten dann nicht ganz so scharf, der Geschmack bleibt aber derselbe.

Welches Fleisch eignet sich am besten?

Schweinehack mit etwa 20 % Fett, idealerweise frisch aus dem Nacken gewolft. Rinderhack passt nicht zum Originalgeschmack.

Warum heißt er McRib, wenn keine Knochen drin sind?

Der Name kommt von der Form. Das Patty wird in Rippchenform gepresst und imitiert nur das Aussehen eines Rippchens.

Geht das auch im Backofen oder in der Pfanne?

Ja, in der Pfanne bei mittlerer Hitze mit etwas Öl und im Ofen bei ca. 200 °C Ober-/Unterhitze, jeweils bis zur Kerntemperatur von 70 °C. Die Rauchnote kommt dann aber nur aus der Sauce.

Mein Fazit: Der selbstgemachte McRib ist saftiger als das Original und schmeckt rauchiger. Probiert ihn aus und schreibt mir in die Kommentare, ob ihr Team McRib seid oder nicht!

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